Romantik pur: Mit seinem einzigen Klavierkonzert wandte sich Robert Schumann bewusst von virtuoser Klangakrobatik ab und dem poetischen Ausdruck zu – ein Ansatz, der zum Ideal des romantischen Klavierkonzerts wurde. Entscheidend ist dabei die enge Verzahnung von Solopart und Orchester: »Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt – man kann sich das Eine nicht denken ohne das andere«, schwärmte Clara Schumann. Die Pianistin Beatrice Rana verbindet in ihrem Spiel technische Brillanz mit Empfindsamkeit und Ausdrucksstärke – Eigenschaften, die sie zur idealen Interpretin von Schumanns poetischem Klavierkonzert machen. Auch Johannes Brahms’ Dritte Symphonie rief bei Clara Schumann große Begeisterung hervor: Sie hörte darin den »geheimnisvollen Zauber des Waldlebens«. Vor allem der berühmte dritte Satz entfaltet mit seiner lyrischen Melancholie eine unmittelbar berührende Atmosphäre und unterstreicht den romantischen Grundton dieses Konzertprogramms.