Mit einem Programm neuer Auftragswerke, die im Pierre Boulez Saal ihre Uraufführung erleben, stellt der südafrikanische Komponist und Pianist Nduduzo Makhathini eine fundamentale Frage: Wie wird aus Musik etwas Heiliges? Während etwa westliche Kirchenmusik ganz selbstverständlich so aufgefasst wird, fehlt es uns bei anderen Arten von Musik, so erklärt der Künstler, oft an der richtigen Ausdrucksweise, um ihre Verbindung zum Sakralen zu benennen – insbesondere wenn es um Traditionen des globalen Südens geht. Zusammen mit zwei außergewöhnlichen Sängerinnen ergründet Makhathini die sakrale Kraft ihrer Musik und lädt das Publikum ein, geistliche Klänge aus unterschiedlichen Welten zu erleben.