Philharmo

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Samstag, 9. Mai 2026|20:00

Kammerkonzert: Violine Klavier

Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal, Bamberg

An diesem Abend darf sich unser Erster Konzertmeister Ilian Garnetz auf der Bühne spielerisch ausleben. Schon früh wurde sein Talent gefördert: Aufgewachsen in einer künstlerischen Familie, debütierte er mit zehn Jahren als Solist und studierte später unter anderem bei Igor Oistrach. Heute ist er Preisträger bedeutender Wettbewerbe und ein gefragter Kammermusiker. Für dieses Kammerkonzert hat er ein beziehungsreiches und fesselndes Programm zusammengestellt, das er mit großer Freude gemeinsam mit Stanislav Jar am Klavier präsentiert – ein musikalisches Spiegelbild einer pulsierenden Epoche voller Kontraste: Den Auftakt macht ein schillerndes Werk von George Enescu, oft als »rumänischer Mozart« bezeichnet, der als Geiger und Komponist meisterhaft folkloristische Elemente in seine Musik einwob. Seine zweite Violinsonate entstand 1899, als er gerade 17 Jahre alt war und in Paris studierte – einer Stadt, die in der Belle Époque als Schmelztiegel der Kulturen galt. Zu seinen Kommilitonen gehörte damals Maurice Ravel, der später mit einer klangfarbenreichen Sonate sein kammermusikalisches Schaffen meisterhaft vollendete: Das 1927 entstandene Werk beschwört mit einem Blues-Satz den amerikanischen Jazz herauf und endet in einem virtuosen »Perpetuum mobile«. Auch Béla Bartók ließ sich von folkloristischen Einflüssen inspirieren: Seine erste Violinsonate, 1921 für die Geigerin Jelly d’Arányi geschrieben, ist hochkomplex und zugleich von unbändiger Spielfreude durchdrungen. Als sie das Werk erstmals in Paris aufführte, saß Ravel als Umblätterer am Klavier – ein Moment, in dem sich die musikalischen Strömungen jener Zeit in einem einzigen Raum verdichteten.

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