Im Beethoven-Zyklus unserer Quartett-Reihe zeigt das Quatuor Ébène immer wieder, welch unglaubliche Entwicklung der Komponist in diesem Genre zurücklegte. Schon in den frühen Werken – etwa im Opus 18 Nr. 3 – erweist er sich seinen Vorbildern Mozart und Haydn als ebenbürtig. Doch ab seiner mittleren Schaffensperiode gewinnen seine Quartette an musikalischer Kühnheit und emotionaler Wucht: Im düsteren Opus 59 Nr. 2 leuchtet der von schwebenden Harmonien geprägte zweite Satz, zu dem sich Beethoven vom Sternenhimmel inspirieren ließ. Kantig und zerklüftet gibt sich das »Quartetto serioso«, das bereits die Radikalität seiner späteren Werke erahnen lässt.
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