Philharmo

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Samstag, 25. April 2026|20:00

Abo D

Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal, Bamberg

»Verloren sei uns der Tag, wo nicht ein Mal getanzt wurde!« So meinte es schon Friedrich Nietzsche – und wir formieren uns daher gern unter der choreografischen Anleitung von Juraj Valčuha für gleich mehrere verspielte, klangvolle Freudentänze auf unseren Instrumenten. Der Ungar Béla Bartók fand viele Inspirationen dafür bei seinen geliebten »Volksliedsammelfahrten«. Seine Suite entstand 1923 für die 50-Jahr-Feier der Vereinigung von Buda, Óbuda und Pest zur neuen Hauptstadt Budapest. Das großbesetzte Orchesterwerk mit jeder Menge Schlagzeug, Celesta und Klavier enthält eine ganze Reihe von Tänzen – mal elegisch geprägt, mal stampfend, mal heiter und zum krönenden Abschluss von mitreißender Lebensfreude bestimmt. Zusammen mit Frank Peter Zimmermann als versiertem Experten werden wir außerdem den spielerischen Anspruch von Beethovens Violinkonzert bewältigen. Er scheint diese Komposition 1806 gut gelaunt geschrieben zu haben, da es über ihn hieß, er sei »damals heiter, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter, lebenslustig, witzig, nicht selten auch satirisch« gewesen. Und diese Gemütsstimmung hört man an vielen Stellen – das Finale etwa ist ein volkstümlicher Kehraus. Einen unwiderstehlichen Sog entwickelt Ravels grandioses Werk aus dem Jahr 1920. Es nimmt einen der berühmtesten Tänze ziemlich aufs Korn: Erst können wir noch in wunderbarer, fast träumerischer Wiener Walzerseligkeit schwelgen, doch bei den enormen Steigerungswellen am Ende müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht auf die musikalischen Füße treten. Denn der 3/4-Takt gerät zunehmend aus den Fugen – aber wir freuen uns riesig auf dieses kollektive Taumeln in einem Stück, das Ravel als »phantastischen Wirbel« bezeichnete, »dem niemand entrinnen kann«.

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