In seinen »frühen Quartetten« setzte sich Beethoven kontinuierlich mit seinen Vorgängern Haydn und Mozart auseinander. Im Streichquartett Nr. 5 A-Dur nahm er sich das von ihm besonders geschätzte »Haydn-Quartett« KV 464 von Mozart zum Vorbild. »Das ist ein Werk!«, soll er zu Carl Czerny gesagt haben und übernahm nicht nur die Tonart, sondern auch die Satzfolge, -gattungen und -bezeichnungen. Als sich Kritik und Publikum für das vorherige, durchaus konventionelle, aber mit vielen Einfällen überraschende Streichquartett Nr. 4 c-Moll begeisterten, reagierte Beethoven unwirsch: »Das ist ein rechter Dreck! Gut für das Saupublikum. « Als er das Streichquartett Nr. 12 Es-Dur in Angriff nahm, hatte er seit über zehn Jahren kein Quartett mehr komponiert. Über das Werk soll er später geurteilt haben, dass es seines »Gesanges « wegen, »allzeit verdient« hätte, »allem übrigen vorgezogen zu werden«. Die Uraufführung am 6. März 1825 in Wien wiederum war ein Misserfolg – nicht nur wegen technischer Schwierigkeiten, sondern auch der »neue Ton« irritierte selbst die Musiker des ausführenden Schuppanzigh-Quartetts!
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