Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 2 G-Dur op. 18/2, Streichquartett Nr. 16 F-Dur op. 135, Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131. Das Streichquartett Nr. 2 G-Dur entstand 1799 entgegen der Nummerierung als drittes der sechs Quartette Opus 18. Es beginnt so geschmeidig und galant, dass es auch »Komplimentierquartett« genannt wurde. Aber mit dem rauschenden Schlusssatz, der mehr nach einem Klavierkonzert oder einer Sinfonie klingt, begann Beethoven schon das Genre zu revolutionieren. Komplementär gegenübergestellt folgt das Streichquartett Nr. 16 F-Dur, das letzte von Beethoven abgeschlossene Werk. Die Entstehung 1826 war zwar von privaten Krisen überschattet, aber aufgrund des oft durchblitzenden heiteren, fast pastoralen Charakters wird es als Versuch Beethovens interpretiert, nach all den persönlichen, familiären und gesundheitlichen Schwierigkeiten der Vorjahre eine weise, positive Bilanz zu ziehen. Das zuvor fertiggestellte Streichquartett Nr. 14 cis-Moll geht mit seinen sieben kunstvoll ineinander übergehenden und beinahe ohne Pause gespielten Sätzen neue, ungewohnte Wege. Das ekstatische Finale beschrieb Richard Wagner als »Tanz der Welt selbst«, in dem sich »wilde Lust, schmerzliche Klage, Liebesentzücken, höchste Wonne, Jammer, Rasen, Wollust und Leid« vereinen.
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