Ein monumentales Werk seiner Gattung und ein bedeutendes Kammermusikwerk seines Komponisten machen das heutige Konzert – neben seiner außergewöhnlichen Besetzung – zu einem Highlight der Saison. Alexander Krichel erfüllt damit der Philharmonischen Gesellschaft und sich selbst einen großen Wunsch: Das Konzert von Ernest Chausson, uraufgeführt in Brüssel 1892, aber erst einige Monate später frenetisch gefeiert – natürlich in Paris –, ist dennoch eher selten in den Konzertsälen zu hören. Sein Schwierigkeitsgrad für die Violine wie für Klavier entspricht denen der gigantischen Solokonzerte mit großem Orchester. Aber gerade in dieser kammermusikalischen Besetzung entfaltet sich das Stück zu seiner Opulenz und dennoch grazilen Durchhörbarkeit. César Franck schrieb sein Werk in der Zeit des allgemeinen Aufbruchs – politisch wie kulturell.
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