Ein Sinnbild, das sich in diesem Kammerkonzert fortschreibt. Boccherinis Streichquintett besticht durch italienische Leichtigkeit und ein fast schon vokales Musizieren. Verdis einziges Streichquartett dagegen vereint dramatische Oper im Konzentrat, leidenschaftlich und von scharfer Kontur. Mit Brahms’ spätem G-Dur-Quintett richten sich die Ohren schließlich auf den deutschen Klangraum: ein kontrastreiches Tongemälde, das von weich und warm bis zu heiter und traurig reicht. Drei Werke, die unterschiedliche Temperamente spiegeln – und bei denen sich südliche Brillanz und nördliche Tiefsinnigkeit nicht ausschließen, sondern verstärken.
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