Ein programmatischer Auftakt: »Aufforderung zum Tanz« entfaltet die Romantik als Bewegung – zwischen gesellschaftlicher Geste, innerer Empfindung und klanglicher Fantasie. Carl Maria von Webers berühmtes Rondo eröffnet den Abend als musikalisches Ritual, das Eleganz und Virtuosität verbindet und zugleich erzählerische Züge trägt. Felix Mendelssohn Bartholdys späte Streichquartettstücke op. 81 zeigen eine reflektierte, zwischen Formbewusstsein und Ausdruck oszillierende Tonsprache, während die »Lieder ohne Worte« den Blick ins Innere wenden und musikalische Poesie ohne Text entstehen lassen. Robert Schumanns Studien in kanonischer Form führen in eine Sphäre der Verdichtung, in der sich Kunstfertigkeit und Imagination durchdringen. Mit Webers Klarinettenquintett schließt sich der Kreis: ein Werk, das gesangliche Wärme, farbliche Raffinesse und virtuose Leichtigkeit vereint.
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