Philharmo

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zondag 6 juni 2027|11:00

Frühes Feuer — Heiliger Dank

Münchner Künstlerhaus, München

Nachdem sich Ludwig van Beethoven durch nahezu alle gängigen Kammermusikgattungen gearbeitet hatte — von der Klaviersonate über das Streichtrio bis hin zum Bläseroktett —, schien ihm im Herbst 1798 die Zeit reif für den nächsten großen Schritt: sein erstes Streichquartett. Entgegen der Nummerierung im Erstdruck, lassen überlieferte Skizzenblätter vermuten, dass das D-Dur-Quartett aus op. 18 sein erster Versuch in dieser Kammermusikform war. Beethoven tastet sich hier mit hörbarer Neugier und Selbstbewusstsein an die von Haydn und Mozart zur frühen Perfektion geführten Gattung heran. Ein Vierteljahrhundert später, um das Jahr 1825, als Beethoven erneut zum Streichquartett zurückkehrt, erweist er sich mit seinem Opus 132 als radikaler Erneuerer. Ganz andere Töne schlägt Anton Webern an. Die Idee zu einem Streichquartett entstand 1905 während eines Wanderurlaubs — und unter dem Eindruck großer Gefühle: Webern hatte sich in seine Cousine Wilhelmine Mörtl verliebt, die er später heiraten sollte. Das Werk blieb ein Fragment, vollendet wurde nur der langsame, tief

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