Die 29. Bundeskonferenz in der Hansestadt Lübeck steht unter dem Titel „Feministischer Kompass: Kurs halten in antifeministischen Gewässern“ und widmet sich einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit: dem wachsenden Antifeminismus. Antifeminismus zieht sich quer durch Parteien, Medien und gesellschaftliche Debatten. Er bedroht das, wofür wir tagtäglich arbeiten: Gleichstellung, Selbstbestimmung, Vielfalt und Demokratie. Errungenschaften, die lange erreicht schienen, werden infrage gestellt, gesetzlich verbriefte Rechte werden zurückgedrängt und feministische Stimmen geraten zunehmend unter Druck. Mit der Bundeskonferenz wollen wir Orientierung geben, Kraft tanken und Strategien entwickeln, wie wir gemeinsam standhalten und vorangehen können. Wie begegnen wir antifeministischen Angriffen in der Kommune, in den sozialen Medien oder im Alltag? Wie stärken wir unsere Netzwerke, unsere Haltung und unsere Sprache – und wie können wir unsere Arbeit solidarischer und wirksamer gestalten? In Diskussionen und praxisnahen Foren wollen wir gemeinsam den feministischen Kompass justieren – für eine Gleichstellungsarbeit, die handlungsfähig bleibt. Die Zeiten fordern uns heraus. Gerade deshalb verbinden wir auf der Bundeskonferenz Theorie und Praxis, Analyse und Erfahrung, Inspiration und Austausch. Damit wir in der kommunalen Gleichstellungsarbeit auch künftig gut gewappnet sind – klar im Kurs, vernetzt und solidarisch.