Zwei Werke aus der letzten Lebensphase ihrer Komponisten, die im Rahmen der Biennale Zeichen & Wunder danach fragen, wie ein Ende klingen kann – und was ihm folgt. Bernd Alois Zimmermanns »Stille und Umkehr« entstand 1970, vier Monate vor seinem Freitod. Das kurze Orchesterwerk ist karg gehalten und setzt neben dem üblichen Streicher- und Bläserapparat auch Hackbrett, Akkordeon und Singende Säge ein. Im Zentrum steht ein einziger Ton: das »d«. Genau aus diesem »d« beginnt Bruckners Neunte Sinfonie. Das Finale hat er nicht mehr fertiggestellt; ein Adagio von rund einer halben Stunde, ist der letzte vollständige Satz, den er hinterlassen hat.
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