
Klein? Keineswegs, Wolfgang Amadeus Mozarts sogenannte «kleine» g-Moll-Symphonie KV 183 trägt ihren Beinamen nur wegen der späteren, berühmten g-Moll-Schwester. Der 17-jährige Salzburger vollendete diese 25. Symphonie 1773. Gustav Mahler setzte den Schlussstrich unter seine 1. Symphonie 115 Jahre danach. Er überarbeitete sie immer wieder, feilte an ihr, gab ihr einen Namen und strich ihn wieder aus. Doch wer wollte ihm das verdenken? Eine «ganze Welt» in Tönen errichten, das braucht Zeit. Und es wurde eine große, märchenhafte Welt: Geheimnisvoller Naturlaut, Volksliedmelodik, übersteigerte Tanzszenen und ein Finale, in dem sich Höllenschlünde aufreißen und der Himmel im Triumph den Sieg davonträgt.
Tugan Sokhiev und Yefim Bronfman
Berliner Philharmonie, Berlin
Camille Saint-Saëns Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur op. 103 »Ägyptisches« / Sergej Rachmaninow Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27
Semperoper, Dresden
Camille Saint-Saëns Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur op. 103 »Ägyptisches« / Sergej Rachmaninow Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27
Semperoper, Dresden
